17 – Was hat denn Kritik an Israel mit Antisemitismus zu tun?

Nach einer längeren Pause sind wir wieder zurück und haben Philipp Kranemann zu Gast. Philipp arbeitet in der politischen Bildung. Er hat Lehrveranstaltungen zu politischer Bildung in Gießen gegeben und ist in diesem Bereich auch in Publikationen vertreten. Antisemitismus ist ein besonderes Interessensgebiet von ihm in welchem er auch stetig versucht auf dem aktuellen Forschungsstand zu bleiben. Wir schauen zurück in die letzten zwei Jahre und die Frage wo verschwimmt Kritik an der Politik und Kriegsführung Israels mit Antisemitismus? Wie sieht ist es für Organisationen und wie funktioniert ein Schnelltest im Alltag? Wie sehen doppelte Standards aus? Wie erkenne ich Delegitimierung und woran erkenne ich Dämonisierung? Wir sprechen über konkrete Fälle auf Demos, aber auch persönliche Begegnungen ein. Wie gehe ich damit um? Kann ich noch in Dialog treten? Wie sieht berechtigte Kritik aus? Was ist wirklich Kritik und was ist Geschwätz? Zum Abschluss ordnet Philipp gerade die häufigste Kritik der letzten zwei Jahre noch einmal ein und hilft das Gesamtbild zu sehen.

Für Verwaltung und Politik hat sich die IHRA-Definition durchgesetzt und wird auch vom Zentralrat der Juden empfohlen:

https://holocaustremembrance.com/resources/working-definition-antisemitism

Wenn es um die schnelle Umreißung geht funktioniert auf die Schnelle der 3D-Test.

https://www.antisemitismusbeauftragter.de/Webs/BAS/DE/bekaempfung-antisemitismus/was-ist-antisemitismus/3d-regel/3d-regel-node.html

Die Amadeu Antonio Stiftung hat nützliche Tipps zusammen gestellt:

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/wp-content/uploads/2025/09/Wie_definiert_man_Antisemitismus.pdf

Wenn euch Antisemitismus im Alltag begegnet oder ihr euch unsicher seid könnt ihr dies bei RIAS melden:

https://report-antisemitism.de/bundesverband-rias

16 – Chanukkah! Ist das wie Weihnachten?

In dieser Folge sprechen wir mit Hendrik. Er fühlt sich im liberalen Judentum wohl und erzählt uns davon wie er Chanukkah feiert. Aber was feiert man überhaupt? Ist das wie Weihnachten? Genau so wichtig? Haben die Christen jüdische Traditionen geklaut? Und was sind eigentlich Latkes?

Mit dieser fröhlichen Folge über die Feiertage beschließen wir unser Podcast-Jahr 2025 und wünschen euch ein schönes „Weihnukkah“! 😊

Hier noch die versprochene Playlist von Hendrik zu traditionellen Chanukkah-Liedern auf Youtube oder für Spotify .

Foto: Eden Aviv, 2022 Wikimedia CC 1.0

Links:

https://open.spotify.com/playlist/6n7hf5T407GV5qhhnlaVfr?si=06f2017dfacb4af0

https://open.spotify.com/playlist/6n7hf5T407GV5qhhnlaVfr?si=06f2017dfacb4af0

15 – Was ist eigentlich aus dem Friedensprozess geworden? (mit Manuel Störmer)

In der heutigen Folge dreht sich alles um den Friedensprozess von Oslo in den 1990ern. Wir sprechen wieder mit Manuel Störmer. Als Politikwissenschaftler und freier Journalist schreibt er regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und ordnet diese verständlich ein. Heute geht es um die Hintergründe.

Wie kam es eigentlich dazu? Wer waren die Teilnehmer? Was waren die Bedingungen? Und warum gibt es aktuell dennoch immer noch keinen Frieden? Aber gibt es dennoch Auswirkungen die bis heute gelten?

Wenn ihr Manuels Aktivitäten verfolgen wollt, schaut am besten auf seine Kanäle:

Es lohnt sich!

Habt ihr weitere Fragen oder Gedanken zu der Folge? Schreibt sie gerne auf unserer Website

https://israelunkompliziert.de/was-ich-loswerden-moechte/

14 – Der siebte Oktober

Unsere neue Folge erscheint zum 7. Oktober. Eigentlich hätten wir mit dem Zeitzeugen Martin Sessler gesprochen. Er lebte im Kibbuz Magen und erlebte den 7. Oktober im Sicherheitsraum im Kibbuz während des Angriffs auf das Kibbuz von 6.30 bis 11 Uhr. Leider verstarb Martin keine zwei Wochen vor dem Aufnahme dieser Podcastfolge.

Hier der Nachruf von Oliver Vrankovic aus welchem wir zitieren:

https://www.facebook.com/1311683024/posts/10239347337524295/?rdid=xNsxCceqVo72EGSy#

Martin führte Menschen nach dem 7. Oktober durch die Kibbuzim und versucht Aufklärungsarbeit zu leisten, wozu es auch ein Video mit deutschen Untertiteln gibt:

Sebastian und Alexandra sprechen daher über ihre Wahrnehmung vom siebten Oktober. Wie fassten wir im entfernten Deutschland die Nachrichten auf und was danach kam?

Welche Bedeutung hatte der siebte Oktober für uns. Und welche für euch? Schreibt uns eure Eindrücke. Hat sich der siebte Oktober bei euch ähnlich eingebrannt?

Gerne als Kommentar auf unsere Website www.israelunkompliziert.de Was ich loswerden möchte

13 – Wer regiert die Palästinensischen Autonomiegebiete? (mit Manuel Störmer)

Heute sprechen wir mit Manuel Störmer. Er ist Politikwissenschaftler und Podcaster und schreibt regelmäßig zum Nahostkonflikt als freier Journalist. In dieser Folge klären wir wer denn nun eigentlich die Palästinensischen Autonomiegebiete regiert. Was ist die PLO? Was sind die Gebiete der Palästinenser? Wie selbstständig sind diese regiert? Und wieviel Einfluss hat Israel? Wer ist die Fatah, wer ist die Hamas und was wollen die? Und wer regiert nun Gaza, Westjordanland und Ostjerusalem?

Habt ihr weitere Fragen? Schickt sie an kontakt@israelunkompliziert.de

Tipps und Quellen von Manuel:

Karte der Palästinensischen Autonomiegebiete – Übersicht von A,B und C

https://www.woz.ch/files/text/bild/2112_11_karte_palaestina_zb1.png?fbclid=IwY2xjawLHRExleHRuA2FlbQIxMAABHm8MmbMmI8kp6CTPyq9qDGsuVyp8-L21vfQXFUDwHugS1m-__tqjIMKeevIS_aem_MU3xGdgtAG8SFeik2bz8jw

Englische Übersicht zu Palästinensischen, Gebieten, Parteien etc.

https://ecfr.eu/special/mapping_palestinian_politics/introduction

Zur Doktorarbeit von Mahmud Abbas

https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-05/mahmud-abbas-palaestinenserpraesident-juden-schuld-holocaust

Zur Erziehung in der Palästinensischen Autonomiebehörde

https://demokratischer-salon.de/beitrag/erziehung-zum-hass/

12 – Aber sogar Juden kritisieren Israel. Was ist da los?

Wir sprechen wieder mit Nicolas Obitz, dem Vorsitzenden der Deutsch Israelischen Gesellschaft – Arbeitsgemeinschaft Gießen.

Er erklärt, dass es so normal ist, dass Juden Israels Regierung kritisieren, dass es zur jüdischen Streitkultur sogar einen Begriff gibt: „Machloket“. Thema der Folge ist diesmal aber vor allem, was denn nun eigentlich gemeint ist, wenn immer wieder gesagt wird „Aber sogar Juden kritisieren Israel“. Sind das repräsentative Gruppen? Und ist es legitime Kritik oder „Israelkritk“? Unter anderem sprechen wir in der Folge über eine politische und eine religiöse Gruppierung. Die politische Organisation Jüdische Stimme für Gerechten Frieden in Nahost, welche auch selber eine Stellungnahme zur Folge abgeben konnte, und die ultraorthodoxe Organisation Neturei Karta. Handelt es sich hier um repräsentative Organisation? Was denkt die Mehrheit der Juden und Jüdinnen weltweit? Ist es legitime Kritik? Und kann gerade diese Aussage Israel als jüdischem Staat an sich und auch für alle Juden gefährlich werden?

Ihr habt noch Fragen? Schickt Sie uns gerne an kontakt@israelunkompliziert.de .

Eine weitere Folge zum in der Folge angesprochenen 3D-Test ist schon in Planung.

Lese Empfehlung von Nico zur Jüdischen Streitkultur „Machloket“

Mirna Funk „Von Juden Lernen“ S.122-138

https://www.dtv.de/buch/von-juden-lernen-44357

Jüdische Allgemeine zur Mitliederzahl der Jüdischen Stimme

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/scheinriese

Jüdische Stimme selber zu Ihren Mitgliederzahlen

https://www.juedische-stimme.de/unsere-antworten-auf-fragen-der-j%C3%BCdischen-allgemeinen

Dokumentation des RBB, welche sich auch mit der Jüdischen Stimme beschäftigt.

Woher kommt der Judenhass | Reportage | Kontraste

Stellungnahme der Jüdischen Stimme zum 7.Oktober, dem „Gefängnisausbruch“

https://www.juedische-stimme.de/stellungnahme-zum-aktuellen-gaza-krieg-und-der-gewalteskalation-in-israel

Zu Neturei Karta

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Neturei_Karta

Verbindung von Neturei Karta zur PLO

https://www.jta.org/archive/behind-the-headlines-renegade-rabbi-relishes-spotlight-though-his-plo-role-remains-murky

11 – Jüdisch sein. Wie ist das so?

Hendrik beim Gebet mit Kippa und Tefillin

Jüdisch sein. Wie ist das so? Die Frage stellen wir heute Hendrik Edelmann. Jüdisch sein ist für ihn ein großer Teil seiner Identität. Er ist religiös, aber nicht orthodox. Aber was bedeutet das? Was ist das liberale Judentum? Wie viele Gemeinden oder Synagogen gibt es eigentlich in einer Stadt wie Frankfurt? Was sind Bar Mitzwa und Bat Mitzwa? Dürfen Rabbiner heiraten? Gibt es Rabbinerinnen? Und kommt man mit seinem Jüdisch sein manchmal in Unsicherheit wenn es um Sicherheit und Antisemitismus geht?

Habt ihr weitere Fragen? Schickt sie gerne an kontakt@israelunkompliziert.de

10 – Wie informiert man sich eigentlich am besten über Israel?

Zu Gast sind diesmal Jochen Blom und Sebastian Bartoschek. Jochen Blom ist seit über zehn Jahren in der deutschen Skeptikerszene aktiv. Daraus resultiert seit fünf Jahren auch eine verstärkte Beschäftigung mit dem Thema Israel. Über Aktionen zum Thema Antisemitismus und Antisemitischen Verschwörungstheorien in Deutschland fiel ihm damals auch ein großes aufkommen an allgemeinem Fehlwissen oder fehlenden Darstellungen in den Medien auf. Seit über einem Jahr löchert ihn Alexandra daher bereits mit Fragen. Aber wo findet man denn gute Informationen zum Thema? Zur Quellenrecherche ist Sebastian Bartoschek dabei. Als Journalist für die Ruhrbarone und Jungle World kann er viel zu Quellenfindung und Einordnung erzählen.

Sie sprechen über die Tagesschau, Quellen in anderen Sprachen, aus verschiedenen Ländern, ordnen Medien ein und überraschenderweise gibt es am Ende eine einfache Empfehlung.

Wie informiert ihr euch so? Schickt gerne Fragen an kontakt@israelunkompliziert.de

09 – Jüdisch und Queer – Was bedeutet das?

Zu Gast ist Naomi Henkel-Guembel. Sie ist Gründungsmitglied von Keshet Deutschland. Keshet ist hebräisch und bedeutet Regebogen. Dahinter steht der Verein der jüdischen LGBTQI*-Community in Deutschland. Sie berichtet über ihre persönliche Situation und wie es dazu kam, dass Keshet 2018 in Berlin gegründet wurde und wie es heute aussieht. Wir sprechen über jüdisch und queer sein in Deutschland, sowie auch in Israel. Wie ist die Gesetzeslage? Wie die Akzeptanz von queer sein in der jüdischen Gemeinde? Wie sieht es in der deutschen und in der internationalen Queer-Community?Wir sprechen auch über AGUDA, den israelische Verband der Queer-Community und auch wie es mit palästinensischen Queers aussieht.

Bei mehr Interesse dazu jüdisch und queer zu sein, schau doch mal bei https://keshetdeutschland.de/de/ vorbei.

Habt ihr weitere Fragen an Naomi, dann richtet diese an kontakt@israelunkompliziert.de und wir nehmen eine weitere Folge auf.

08 – Westbank – Ist das überhaupt noch Israel?

Ein Blick auf Hebron

Wir sprechen wieder mit Linus, der vor knapp 10 Jahren ein Jahr in Jerusalem gelebt hat. Damals hat er auch viele Reisen ins Westjordanland unternommen und war unter anderem in Betlehem, Ramallah und Hebron und hat sich mit vielen Menschen vor Ort unterhalten. Er erzählt von den unterschiedlichsten Eindrücken von verschiedenen Orten, den Lebensstandards, wie sich die Präsenz der IDF angefühlt, die Bedeutung von Religion für die Menschen im Konflikt und im Alltag

Habt ihr weitere Fragen? Stellt sie an kontakt@israelunkompliziert.de